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Die Glücksforschung speist sich aus den verschiedensten Wissenschaften, die unterschiedliche Fragen behandeln. Sie hat sich noch nicht als eigenständiges Forschungsgebiet etabliert. Daher finden Sie unten statt einer Definition einige Fragestellungen die von unterschiedlichen Fakultäten bearbeitet und beantwortet werden. Die wichtigsten Ergebnisse der Glücksforschung finden Sie entweder direkt oder mittels weiterführender Links bzw. angegebener Literatur auf dieser Website.

 

Aber wozu brauchen wir eigentlich Stimmen aus der Wissenschaft beim Thema Glück und Zufriedenheit?

 

Hier einige wichtige Aussagen über die Wissenschaft:

Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, worin der Unterschied zwischen Alltagswissen und Wissenschaft besteht.
Kurz gesagt geht es in der Wissenschaft darum, durch Beobachtungen aus Annahmen Theorien zu machen. Daraus können Vorhersagen getroffen werden, die dann durch möglichst objektive Beobachtung bestätigt werden müssen (zumindest mit hoher Wahrscheinlichkeit). Auch der umgekehrte Weg ist möglich: Man nimmt Hypothesen (Annahmen) als wahr an und versucht sie dann durch Beobachtungen zu verifizieren (als wahr zu bestätigen). Zeigen sich die erwarteten Vorhersagen nicht, muss die Theorie geändert werden.


Alltagswissen dagegen stützt sich häufig auf ungeprüfte Annahmen und subjektive Beobachtungen.

 

Wissenschaft hat nicht immer die Aufgabe, etwas Neues zu finden, sondern auch scheinbar "alt bekannte Tatsachen" auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Nur so kann Aberglaube von vertrauenswürdigen Aussagen getrennt werden. Dies ist besonders für das Thema Glück und Zufriedenheit extrem wichtig, da hier lange Zeit auf bloßen Vermutungen vertraut wurde, die sich jetzt zum Teil als falsch herausstellen. Mehr dazu unter "Missverständnisse".

 

Es sollte durch diese Bibliothek klar geworden sein, dass Glück und Zufriedenheit allgemeine Aspekte hat, die für uns alle gelten. Diese werden durch die Wissenschaft herausgearbeitet und untersucht. Die abgeleiteten Ergebnisse hierfür finden Sie in der gesamten Bibliothek, v.a. "Was ist Glück?" und "Struktur des Glücks".

 

Popularität hat die Glücksforschung seit ca. dem Jahr 2000 erhalten - durch die Bemühungen der positiven Psychologie. Die Techniken im Bereich "Training" kommen in erster Linie aus diesem Bereich.

 

Hier einige Beispiele für Fragestellungen aus verschiedenen Forschungsbereichen:

 

Neurologie: Was geschieht im Gehirn, wenn ein Mensch glücklich ist? Unterscheiden sich Glück und Zufriedenheit? Sind Glück und Unglück die gleichen Mechanismen im Gehirn? Können Hirnfunktionen langfristig hin zu einem zufriedeneren Leben verändert werden? Was geschieht bei der Meditation?

 

Soziologie: Unterscheiden sich verschiedene Gesellschaften in ihrem Zufriedenheitslevel? Welche sozialen Faktoren sind dafür verantwortlich? Sind individuell orientierte Gesellschaften glücklicher als kollektivistische Gesellschaften?

 

Philosophie: Was sind Glück und Zufriedenheit? Ist Glück überhaupt erstrebenswert, ein wichtiger Teil des Lebens?

 

Psychologie: Wie werden Glück und Zufriedenheit empfunden? Welche psychologischen Faktoren spielen eine Rolle, wie z.B. Charaktereigenschaften oder persönliche Stärken? Wird der Zufriedenheitslevel in der Kindheit geprägt, wenn ja, wie? Welche Techniken kann man dazu nutzen, um den persönlichen Level zu steigern?

 

Religionswissenschaften: Was haben Glück und Zufriedenheit mit einem spirituellen Leben zu tun? Wie kann Glück durch Spiritualität erreicht werden?

 

Volks- und Betriebswirtschaft: Welcher Zusammenhang besteht zwischen Zufriedenheit und Produktivität bzw. Wirtschaftskraft? Kann man Zufriedenheit in Wirtschaftszahlen ausdrücken? Sind zufriedene Mitarbeiter bessere Mitarbeiter?

 

Probieren Sie es doch gleich selbst aus:

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